
Ein Google Ads Audit prüft dein Konto in sechs Bereichen: Conversion-Tracking, Wasted Spend und Suchbegriffe, Kontostruktur, Anzeigen und Assets, Budget und Sichtbarkeit sowie Gebote und Automatisierung. In jedem Bereich suchst du nach Stellen, an denen Geld ohne Gegenwert abfließt oder an denen Google mit falschen Signalen optimiert. Fast alles davon siehst du direkt in der Oberfläche, wenn du weißt, welche Berichte und Spalten du öffnen musst. Wichtig ist die Reihenfolge: zuerst das Tracking, denn jede andere Kennzahl im Konto hängt daran.
Stand: Oktober 2026. Google ändert Menüs, Begriffe und Funktionen in Google Ads regelmäßig. Prüf vor Entscheidungen die verlinkte Google-Hilfe.
Ein Audit ist eine strukturierte Durchsicht deines Kontos mit einer festen Frage pro Bereich. Es geht nicht darum, jede Kampagne schöner zu machen, sondern die drei, vier Stellen zu finden, an denen am meisten Geld hängt. Aus unserer Erfahrung liegen die größten Hebel selten in der Anzeigenformulierung, sondern fast immer weiter unten: bei dem, was gezählt wird, und bei dem, wofür bezahlt wird.
Hier fängt jedes Audit an. Google Ads unterscheidet zwischen primären und sekundären Conversion-Aktionen. Laut Google-Hilfe erscheinen primäre Aktionen in der Spalte „Conversions“ und fließen in die Gebotsoptimierung ein, sofern sie zum Standardzielvorhaben gehören. Sekundäre Aktionen stehen nur in der Spalte „Alle Conversions“ und dienen der Beobachtung.
Das Problem erkennst du so: In der Spalte „Conversions“ stehen Dinge, die kein Geschäft bringen. Typisch sind Seitenaufrufe, Klicks auf die E-Mail-Adresse, Scrolltiefe oder ein PDF-Download, die als primär markiert sind. Dann optimiert Smart Bidding auf genau diese Aktionen und nicht auf echte Anfragen.
Wo du es siehst: Unter „Zielvorhaben“ und „Zusammenfassung“ findest du alle Conversion-Aktionen mit der Spalte „Tracking-Status“. Laut Google-Hilfe gibt es dort Status wie „Nicht überprüft“, „Tag inaktiv“ oder „Keine kürzlich erfassten Conversions“.
Typische Warnsignale:
Das ist der Bereich, in dem Wasted Spend am sichtbarsten wird. Der Suchbegriffbericht zeigt laut Google-Hilfe, bei welchen tatsächlichen Suchanfragen deine Anzeigen ausgeliefert und geklickt wurden. Du findest ihn unter „Kampagnen“, dann „Statistiken und Berichte“ und „Suchbegriffe“. Beachte: Suchbegriffe mit zu wenigen Suchanfragen blendet Google aus Datenschutzgründen aus. Du siehst also nie den ganzen Traffic.
Woran du das Problem erkennst: Sortier die Suchbegriffe nach Kosten und schau dir alles ohne Conversion an. Wenn dort Jobsuchen, Begriffe wie „kostenlos“ oder „Ausbildung“, Produkte, die du gar nicht anbietest, oder Namen von Wettbewerbern stehen, hast du Wasted Spend.
Gegenmittel sind auszuschließende Keywords. Laut Google-Hilfe verhindern sie, dass deine Anzeige bei Suchanfragen mit diesen Begriffen erscheint.
Typische Warnsignale:
Schneller geht's mit dem Audit: Unser kostenloses Audit geht alle sechs Bereiche für die letzten 90 Tage durch und zeigt dir pro Bereich eine Ampel. Die Befunde bekommst du mit geschätzter Euro-Wirkung als Spanne. Kostenloses Audit starten
Bei der Struktur schauen wir auf drei Dinge. Erstens Budget-Zersplitterung: Viele kleine Kampagnen mit je wenig Budget und wenigen Conversions. Nach unserer Einschätzung bekommt dann keine Kampagne genug Daten, damit eine automatische Gebotsstrategie sauber arbeiten kann.
Zweitens Marke und Nicht-Marke. Wenn Suchen nach deinem Firmennamen und generische Suchen in derselben Kampagne laufen, sieht die Gesamtleistung besser aus, als sie ist. Aus unserer Erfahrung konvertieren Markensuchen meist sehr gut und verdecken, dass der generische Teil vielleicht teuer ist. Laut Google-Hilfe kannst du mit Markenausschlüssen verhindern, dass Anzeigen bei markenbezogenen Suchanfragen ausgeliefert werden. Bei Suchkampagnen liegen die Markeneinstellungen inzwischen im Bereich AI Max.
Drittens die Werbenetzwerke in Suchkampagnen. Bei neuen Suchkampagnen sind laut Google-Hilfe die Suchnetzwerk-Partner standardmäßig eingeschlossen. Zusätzlich gibt es die Option „Google Displaynetzwerk einbeziehen“, mit der eine Suchkampagne laut Google-Hilfe auch im Displaynetzwerk ausliefert. Beides kann sinnvoll sein, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein.
Typische Warnsignale:
Für responsive Suchanzeigen kannst du laut Google-Hilfe 3 bis 15 Anzeigentitel und 2 bis 4 Textzeilen hinterlegen. Google empfiehlt dort mindestens zwei responsive Suchanzeigen pro Anzeigengruppe mit einer Anzeigeneffektivität von mindestens „Gut“.
Die Anzeigeneffektivität hat laut Google-Hilfe die Stufen „Unvollständig“, „Schlecht“, „Durchschnittlich“, „Gut“ und „Sehr gut“. Sie beeinflusst weder die Auslieferung noch den Anzeigenrang, zeigt dir aber, wo Titel fehlen oder sich zu ähnlich sind. Du siehst sie in der Tabelle „Anzeigen“ in der Spalte „Anzeigeneffektivität“.
Abgelehnte Anzeigen findest du laut Google-Hilfe in der Spalte „Status“ oder gesammelt im Richtlinienmanager. Bei Performance Max liegen die Creatives in Asset-Gruppen, laut Google-Hilfe Sammlungen aus Bildern, Texten, Logos und Videos zu einem Thema oder einer Zielgruppe.
Typische Warnsignale:
Der Anteil an möglichen Impressionen ist laut Google-Hilfe der Anteil der Impressionen, die du erzielt hast, an allen Impressionen, die du hättest erzielen können. Spannender ist, warum der Rest fehlt. Dafür gibt es laut Google-Hilfe neben dem „Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk“ die Messwerte „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget)“ und „Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang)“. Du fügst sie über das Spaltensymbol unter „Wettbewerbsmesswerte“ hinzu. Der Budget-Wert ist nur auf Kampagnenebene verfügbar.
Unsere Lesart: Hoher Verlust durch Budget bedeutet, dass die Kampagne früher am Tag oder seltener ausgeliefert wird, als Nachfrage da ist. Hoher Verlust durch Rang bedeutet, dass Gebot oder Anzeigenqualität nicht reichen. Aus unserer Erfahrung ist das eine der häufigsten Fehlentscheidungen: mehr Budget in eine Kampagne, die eigentlich ein Rang-Problem hat.
Typische Warnsignale:
Google bietet laut Google-Hilfe unter anderem die Gebotsstrategien „Ziel-CPA“, „Ziel-ROAS“, „Conversions maximieren“ und „Conversion-Wert maximieren“ an. Für die Bewertung empfiehlt Google laut Google-Hilfe zu Smart Bidding einen Zeitraum von etwa einem Monat mit mindestens 30 Conversions, bei „Ziel-ROAS“ mindestens 50. Auf derselben Seite kündigt Google an, dass ab Juni 2026 „Conversions maximieren mit Ziel-CPA“ nur noch „Ziel-CPA“ heißt und „Conversion-Wert maximieren mit Ziel-ROAS“ nur noch „Ziel-ROAS“. Das Gebotsverhalten bleibt dabei gleich.
Nach Änderungen zeigt die Strategie den Status „Lernt“. Laut Google-Hilfe können etwa 50 Conversion-Ereignisse oder drei Conversion-Zyklen nötig sein, bis sie sich angepasst hat.
Dazu kommen AI Max und Performance Max. AI Max ist laut Google-Hilfe kein eigener Kampagnentyp, sondern wird in Suchkampagnen aktiviert und schaltet unter anderem den „Suchanfragen-Abgleich“, die „Textanpassung“ und die „Erweiterung der finalen URL“ ein. Damit wächst die Reichweite, aber auch der Bedarf, Suchbegriffe und Landingpages genau zu beobachten.
Typische Warnsignale:
In 90 Tagen gibst du 285,71 Euro mal 90, also rund 25.714 Euro aus. 15 Prozent davon sind rund 3.857 Euro Wasted Spend, die schon weg sind. In den 71 Tagen ab morgen bis Jahresende kommen noch einmal 285,71 Euro mal 71 dazu, also rund 20.286 Euro Spend. Davon sind 15 Prozent rund 3.043 Euro, die du noch beeinflussen kannst. Zusammen sind das rund 6.900 Euro in 161 Tagen, also gut fünf Monaten, nur aus einem einzigen Bereich.
Die 3.857 Euro holst du nicht zurück. Einen großen Teil der 3.043 Euro schon, wenn du jetzt irrelevante Suchbegriffe ausschließt. Dazu kommen die anderen fünf Bereiche, die sich oft gegenseitig verstärken: Falsches Tracking lässt Smart Bidding mehr Geld in genau diese Suchbegriffe stecken.
Aus unserer Erfahrung reicht für die meisten B2B-Konten ein Rhythmus in drei Stufen. Suchbegriffe schaust du dir wöchentlich an, bei kleinem Budget alle zwei Wochen. Budget, Sichtbarkeit und Gebotsstrategien prüfst du monatlich. Ein vollständiges Audit über alle sechs Bereiche lohnt sich einmal im Quartal und zusätzlich nach jeder größeren Änderung, etwa einem neuen Tracking, einer neuen Website oder dem Aktivieren von AI Max.
Mit der Anleitung oben kannst du die meisten Punkte selbst prüfen. Aus unserer Erfahrung brauchst du dafür einen halben bis ganzen Tag, wenn du das Konto gut kennst. Schwierig wird es bei der Gewichtung: Welcher Befund kostet wirklich Geld und welcher ist Kosmetik? Und wer das Konto selbst gebaut hat, übersieht nach unserer Einschätzung gerade die Stellen, die er selbst eingerichtet hat.
Ein externes Audit bringt einen frischen Blick und eine Priorisierung nach Euro-Wirkung. Unser kostenloses Audit liest dafür einmalig die letzten 90 Tage, nur mit Lesezugriff. Wir ändern nichts, der Zugriff wird direkt nach dem Abruf bei Google widerrufen, die Server stehen in Frankfurt und die Rohdaten werden nach 24 Stunden gelöscht. Die Lösungen für die drei größten Hebel gehen wir danach im kostenlosen Termin mit Oskar durch.
Das bedeutet für dich: Fang beim Tracking an, dann bei den Suchbegriffen. Diese beiden Bereiche entscheiden, ob alles andere im Konto überhaupt in die richtige Richtung optimiert. Erst danach lohnt es sich, an Struktur, Anzeigen, Budget und Geboten zu feilen.
Was kostet ein Google Ads Audit?
Unser Audit unter audit.flow-in.com ist kostenlos. Du meldest dich mit Google an, gibst dein Konto frei und bekommst den Report in rund drei Minuten.
Welcher Zeitraum ist für ein Audit sinnvoll?
Wir arbeiten mit den letzten 90 Tagen. Das gleicht Schwankungen aus und zeigt trotzdem den aktuellen Stand.
Warum sehe ich im Suchbegriffbericht nicht alle Kosten?
Google zeigt Suchbegriffe mit zu wenigen Suchanfragen aus Datenschutzgründen nicht an. Ein Teil deines Traffics bleibt deshalb unsichtbar.
Kann ein Audit etwas in meinem Konto verändern?
Unser Audit nicht. Wir lesen nur, ändern nichts und widerrufen den Zugriff direkt nach dem Abruf.
Du willst wissen, wie dein Konto in diesen sechs Bereichen dasteht und wie viel Wasted Spend bei dir zusammenkommt?
Mit unserem kostenlosen Google Ads Audit siehst du es in rund drei Minuten. Du meldest dich mit Google an, gibst dein Konto frei, und wir lesen einmal die letzten 90 Tage. Wir ändern nichts und widerrufen den Zugriff direkt danach. Du bekommst deinen FLOW Score, den Wasted Spend der letzten 90 Tage und alle Befunde mit Euro-Wirkung.
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