
AI Max ist kein neuer Kampagnentyp, sondern eine Zusatzebene in deinen Suchkampagnen: Google erweitert damit die Suchbegriffe über deine Keywords hinaus, schreibt Anzeigentexte selbst und wählt bei Bedarf eine andere Zielseite. Seit September 2026 stellt Google Suchkampagnen mit automatisch erstellten Assets oder mit „Weitgehend passend“ auf Kampagnenebene automatisch um, dynamische Suchanzeigen folgen ab Februar 2027. Die Kontrolle behältst du über Marken- und URL-Ausschlüsse, Text-Richtlinien, Negativ-Keywords, das Abschalten einzelner Funktionen und einen festen Blick in die neuen Berichte.
Stand: Oktober 2026. Google ändert bei AI Max laufend Funktionen, Namen und Termine. Prüf vor Entscheidungen die verlinkte Google-Hilfe.
Google nennt AI Max eine „Optimierungsebene in bestehenden Suchkampagnen“. Vorgestellt am 6. Mai 2025, wurde es weltweit für alle Werbetreibenden als Beta ausgerollt, also auch in Deutschland. Im April 2026 hat Google angekündigt, dass AI Max die Betaphase verlässt.
AI Max bündelt drei Funktionen, die du einzeln abschalten kannst (Funktionsweise von AI Max):
Dazu kommen „Orte von Interesse“ auf Anzeigengruppenebene. Damit erreichst du Nutzer laut Google „basierend auf ihrem Standort und ihrer Kaufabsicht“, auch ohne passendes Keyword.
Wahrscheinlich ja, wenn eure Suchkampagnen alte Einstellungen genutzt haben. Google hat am 15. April 2026 auf Deutsch angekündigt, dass „ab September“ alle verbleibenden geeigneten Suchkampagnen mit Legacy-Einstellungen automatisch auf AI Max umgestellt werden. Die Google-Hilfe bestätigt das für die Textanpassung und die Kampagneneinstellung für weitgehend passende Keywords, jeweils ab September 2026.
Bei dynamischen Suchanzeigen beginnen Abschaltung und automatische Umstellung laut Aktualisierung im Google-Blog vom 11. Juni 2026 erst im Februar 2027. Die deutsche Ankündigung nennt das bisher nicht.
Welche Funktionen danach an sind, hängt von der alten Einstellung ab (Google, 15.04.2026):
Vor der Umstellung benachrichtigt Google dich laut Ankündigung im Konto. Ein Opt-out beschreibt Google selbst nicht. Laut Fachmedium PPC Land, das eine Google-Mail vom 5. August 2026 sinngemäß wiedergibt, vermeidest du die Umstellung, wenn du die alten Funktionen abschaltest oder AI Max selbst aktivierst (PPC Land, 06.08.2026). In der Google-Hilfe haben wir das nicht gefunden.
Mit dem Suchanfragen-Abgleich läuft deine Anzeige auch auf Suchen ohne passendes Keyword. Der Abgleich funktioniert laut Google „nicht mit manuellen CPC-Geboten“. Damit die Funktionen wirken, setzt Google Smart Bidding auf Basis von Conversions voraus.
Außerdem behandelt Google weitgehend passende Keywords in AI Max bei der Priorisierung nicht mehr wie genau passende. Willst du die alte Priorisierung behalten, legst du laut Google Kopien als genau passende Keywords an. Wandelst du die vorhandenen Keywords stattdessen in genau passende um, gehen ihre bisherigen Statistiken verloren.
Die von Google erstellten Assets sind „vollständig automatisiert“. Du kannst sie nicht bearbeiten, laut Google-Blog aber entfernen. Laut Hilfe zur Textanpassung prüft Google sie mindestens alle 48 Stunden und spielt sie nur aus, wenn sie voraussichtlich besser laufen als deine eigenen Texte.
Sind Textanpassung und URL-Erweiterung an, werden angepinnte Assets nicht berücksichtigt. Dasselbe gilt mit URL-Einschlüssen. Sollen Pins immer greifen, schaltest du laut Einrichtungsseite URL-Erweiterung und URL-Einschlüsse ab.
Laut Einrichtungsseite und Funktionsweise hast du diese Hebel:
Haken beim Komplett-Ausschalten: Damit werden auch daran hängende Einstellungen wie Markenausschlüsse deaktiviert, URL-Ausschlüsse und URL-Einschlüsse werden ignoriert. Schaltest du AI Max wieder ein, sind sie zurück.
Für Versicherer, Banken und Markenhersteller ist das der heikle Punkt. Mit der Textanpassung erscheinen Texte, die niemand bei euch geschrieben hat. Freigegeben wird nicht mehr jeder Satz, sondern der Rahmen, in dem Google schreibt.
Dafür gibt es die Text-Richtlinien, seit Februar 2026 für alle Werbetreibenden weltweit in der Beta. Sie bestehen aus zwei Teilen:
Google nennt selbst Grenzen: Begriffsausschlüsse blockieren keine Preise, dafür brauchst du eine Einschränkung. Weiche Formulierungen wie „wann immer möglich“ helfen nicht, das Modell berücksichtigt nur harte Vorgaben. Ungeeignete oder widersinnige Regeln können laut Google dazu führen, dass viele gute Assets entfernt werden.
Für den Freigabeprozess heißt das: Legt verbotene Begriffe und Aussagen mit eurer Rechtsabteilung fest, bevor die Textanpassung an ist. Pflichtangaben gehören nicht in generierte Texte. Hängen sie an angepinnten Assets, bleiben URL-Erweiterung und URL-Einschlüsse aus. Plant außerdem eine feste Sichtung der generierten Assets ein. Laut Google kannst du dort prüfen, ob die Richtlinien greifen. Ob ein Text rechtlich zulässig ist, beurteilt nicht Google, sondern eure interne Freigabe.
Neu in den Berichten (laut Funktionsweise von AI Max, Abschnitt Berichte):
Drei Messfallen. Tracking-Vorlagen können mit der URL-Erweiterung zu Seiten mit 404-Fehler führen. Google rät, vorher zu prüfen, ob der {lpurl}-Parameter richtig eingerichtet ist. AI Max ist laut Google „nicht effektiv, wenn Kampagnen durch das Budget eingeschränkt sind“. Und Smart Bidding optimiert auf das, was im Konto als Conversion zählt. Ist das nur ein abgeschicktes Formular, sagt eine gute Zahl wenig über die Qualität der Suchbegriffe.
Google nennt in der Hilfe in der Regel 14 Prozent mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA oder ROAS, auf Basis interner Daten von 2025 für Werbetreibende außerhalb des Einzelhandels. In der Ankündigung vom April 2026 nennt Google für Kampagnen mit allen AI-Max-Funktionen im Schnitt 7 Prozent, auf Basis interner Daten von 2026. Beides sind Google-Durchschnitte, kein Wert für dein Konto.
Rechenbeispiel mit reinen Annahmen, keine Kundenzahlen:
Annahme: Die übrigen 32.000 Euro laufen weiter zu 125 Euro und bringen 256 qualifizierte Leads. Zusammen sind das 256 + 32 = 288 statt 320 qualifizierte Leads. Die Kosten pro qualifiziertem Lead steigen von 125 Euro auf 40.000 / 288 = 138,89 Euro, also um gut 11 Prozent.
Damit sich der AI-Max-Anteil bei festem Budget trägt, müssten die 8.000 Euro mindestens 8.000 / 125 = 64 qualifizierte Leads bringen. Genau diese Rechnung kannst du nur machen, wenn du die Lead-Qualität aus dem CRM zurückspielst oder zumindest die Suchbegriffe mit Übereinstimmungstyp „AI Max“ getrennt auswertest.
Gilt für automatisch umgestellte und für selbst eingeschaltete Kampagnen.
Google bietet für AI Max eigene Tests an. Beim AI-Max-Test läuft ein Teil der Kampagne als Kontrollgruppe ohne AI Max. Alternativ gibt es einen benutzerdefinierten Test mit einer Kampagnenkopie. Dazu kommt über die Empfehlungen ein 1-Klick-Test mit Aufteilung 50/50. Die Option, Änderungen bei positivem Ergebnis automatisch zu übernehmen, lasst ihr mit Freigabeprozess meist besser aus.
Laut Google lässt sich ein AI-Max-Test nicht anlegen, wenn unter anderem die Textanpassung schon an ist, die Kampagne eine Portfolio-Gebotsstrategie, ein gemeinsames Budget oder die Gebotsermittlung nutzt oder schon ein Test läuft (AI-Max-Tests). Das gilt laut Google auch für benutzerdefinierte AI-Max-Tests. Wurde eure Kampagne mit Textanpassung umgestellt, gehen also beide Testwege nicht. Dann bleiben die Prüfliste oder eine bewusst gebaute Vergleichskampagne.
Entscheidungshilfe:
Das bedeutet für dich: Arbeite bei umgestellten Kampagnen zuerst die Prüfliste ab. Ob sich AI Max trägt, zeigen nach 30 Tagen die Kosten pro qualifiziertem Lead aus dem CRM.
Kann ich die automatische Umstellung rückgängig machen?
AI Max lässt sich in den Kampagneneinstellungen mit einem Schalter deaktivieren, einzelne Funktionen auch. Zurück zum alten Stand geht es aber nur begrenzt: Die Textanpassung (früher automatisch erstellte Assets) gibt es laut Google-Hilfe nur noch mit aktiviertem AI Max.
Gelten unsere Negativ-Keywords weiter?
Ja. Auszuschließende Keywords werden laut Google-FAQ auch mit AI Max berücksichtigt.
Kann ich die Texte von AI Max vorab freigeben?
Nein, die Assets sind laut Google vollständig automatisiert. Du steuerst über Text-Richtlinien, entfernst einzelne Assets oder schaltest die Textanpassung ab.
Funktionieren die Text-Richtlinien auf Deutsch?
Ja, laut Google-Hilfe in allen Sprachen, die Google Ads unterstützt. Begriffsausschlüsse musst du je Sprache anlegen.
Funktioniert AI Max mit Google Ads Editor und API?
Die deutsche FAQ nennt das als nicht verfügbar und kündigt Unterstützung für 2025 an. Sie ist hier wohl veraltet. Prüf den Stand direkt im Editor oder bei eurem Entwicklerteam.
Wenn du wissen willst, was AI Max in deinem Konto gerade wirklich macht, schauen wir uns das gern mit dir an.
Das erste Gespräch mit uns ist kostenlos. Wir schauen gemeinsam auf deine Situation und sagen dir offen, ob Google Ads für dich passt und was realistisch ist.
Passt es, starten wir mit dem Setup: Angebot, Anzeigen, Konto, Tracking und Landingpage. Danach kannst du selbst weiterschalten, eine andere Agentur beauftragen oder die laufende Betreuung bei uns buchen.
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