
Lies zuerst die genaue Meldung im Konto oder in der E-Mail von Google. Sie entscheidet, welcher Weg gilt: Einspruch, Überprüfung, Zahlung klären oder Zugriff zurückholen. Leg in keinem Fall ein neues Konto an. Google wertet das nach einer Sperrung als Umgehung von Systemen.
Stand: Oktober 2026. Google ändert Abläufe, Menünamen und Fristen regelmäßig. Prüf vor jedem Schritt die verlinkte Hilfeseite.
Woran du es erkennst: Oben im Konto steht eine Benachrichtigung, keine Anzeige läuft mehr. Bei schweren Verstößen sperrt Google laut Google-Hilfe zur Kontosperrung „sofort und ohne vorherige Warnung“.
Der offizielle Weg: Klick in der Benachrichtigung auf den Link „Kontakt“ und leg Einspruch ein. Das Konto zeigt dann den Status „Einspruch ausstehend“. Manche müssen vorher die Überprüfung des Werbetreibenden abschließen. Kann Google die Identität nach drei Versuchen nicht bestätigen, ist kein Einspruch möglich (Google-Hilfe).
Die Frist: Ab der Sperrung hast du mindestens 6 Monate Zeit für den Einspruch (Google-Hilfe).
Vorsicht:
Seit dem 21. Juli 2026 kannst du gegen eine Richtlinienentscheidung, die älter als 6 Monate ist, nicht mehr direkt im Konto Einspruch einlegen (Google-Hilfe zur Friständerung). Dann verweist Google auf den Google-Ads-Support (Google-Hilfe zu Einsprüchen).
Gemeint sind Richtlinienentscheidungen, etwa abgelehnte Anzeigen. Für die Sperrung des ganzen Kontos nennt Google eine eigene Frist von mindestens 6 Monaten ab der Sperrung (Google-Hilfe zur Kontosperrung). Schieb einen Einspruch also nicht auf.
Woran du es erkennst: Du bekommst eine Benachrichtigung im Konto und eine E-Mail. Den Stand siehst du unter Verwaltung, Richtlinie, Konto (Google-Hilfe). Über ein pausiertes Konto laufen keine Anzeigen. Konto und Berichte kannst du aber weiter öffnen (Google-Hilfe).
Der offizielle Weg: Nur ein Administrator des Kontos kann die Überprüfung durchführen. Organisationen in Deutschland reichen etwa einen Handelsregisterauszug, einen Gewerbeschein oder die Bestätigung der Umsatzsteuer-Registrierung ein, dazu einen amtlichen Lichtbildausweis der bevollmächtigten Person (Google-Hilfe).
Die Frist: Reichst du die Dokumente nicht ein oder bestehst die Überprüfung nicht, jeweils innerhalb von 30 Tagen, wird das Konto pausiert (Google-Hilfe). Wann die 30 Tage beginnen, sagt diese Seite nicht. Deine konkrete Frist teilt Google dir im Konto oder per E-Mail mit (Google-Hilfe). Die Prüfung eines Schritts kann bis zu 5 Arbeitstage dauern (Google-Hilfe).
Vorsicht: Keine geschönten oder falschen Angaben. Falsche Informationen in Überprüfungsverfahren zählen als Umgehung von Systemen und können zur Sperrung führen.
Woran du es erkennst: Google nennt als Gründe unter anderem ausstehende oder abgelehnte Zahlungen, verdächtige Zahlungsaktivitäten, Rückbuchungen und Missbrauch von Gutscheincodes (Google-Hilfe).
Der offizielle Weg: Unter Verwaltung, Richtlinie, Konto startest du die Aufgabe. Zur Bestätigung der Zahlungsmethode bucht Google einen kleinen Betrag ab. Die letzten 6 Ziffern dieser Buchung auf deinem Kontoauszug gibst du als Code ein. Offene Beträge zahlst du an derselben Stelle. Erst danach legst du Einspruch ein (Google-Hilfe).
Die Frist: Google kann verlangen, dass du die Zahlungsmethode innerhalb von 30 Tagen bestätigst (Google-Hilfe). Unbezahlte Rechnungen sollst du laut Google sofort begleichen. Ist das Konto 48 Stunden nach Zahlungseingang noch nicht wieder aktiv, schreibst du an collections@google.com (Google-Hilfe).
Vorsicht: Keine Rückbuchung bei der Bank starten, sie ist selbst ein Sperrgrund. Kein Einspruch vor der Klärung. Kein Ausweichen auf ein anderes Konto, denn zugehörige Konten werden ebenfalls gesperrt.
Woran du es erkennst: In der Abrechnungsübersicht steht die Zahlung als „abgelehnt“, mit Datum, Betrag und manchmal einem Grund. Das ist noch keine Sperre.
Der offizielle Weg: Zahlungen werden laut Google-Hilfe „von Ihrem Kreditkartenunternehmen oder Ihrer Bank abgelehnt, nicht von Google“. Klär den Grund mit deiner Bank und gleich den offenen Betrag aus. Hinterlege eine zweite Zahlungsmethode. Sie wird nur belastet, wenn die erste abgelehnt wird.
Die Frist: Eine feste Frist nennt Google hier nicht. Bis zur Zahlung kann die Auslieferung aber unterbrochen sein.
Vorsicht: Nicht abwarten. Ausstehende Zahlungen sind ein möglicher Sperrgrund (Google-Hilfe).
Woran du es erkennst: Das Konto läuft, aber im Richtlinienmanager stehen Anzeigen mit Richtlinienproblemen. Du erreichst ihn laut Google über das Menü Tools (Google-Hilfe). Den Status „Aktiv (eingeschränkt)“ erklären wir am Beispiel Psychotherapie.
Der offizielle Weg: Behebe das Problem oder leg Einspruch ein. Dafür wählst du im Richtlinienmanager die Anzeige und „Einspruch“ (Google-Hilfe).
Frist und Grenzen: Pro Anzeige sind maximal drei Einsprüche möglich. Zwischen zwei Einsprüchen für dieselben Anzeigen wartest du mindestens 24 Stunden. Dazu kommt die 6-Monats-Grenze von oben.
Vorsicht: Abgelehnte Anzeigen nicht als Varianten neu anlegen. Das gilt als Umgehung von Systemen. Hast du das Problem behoben und der Einspruch scheitert oder wird als Duplikat markiert, reich keinen weiteren ein. Ändere stattdessen Text oder finale URL leicht und speichere, damit Google neu prüft.
Woran du es erkennst: Eine Benachrichtigung im Konto meldet es. Die Anzeigen sind nicht abgelehnt, bekommen aber weniger Impressionen. Google begrenzt so Werbetreibende, die sich noch nicht als vertrauenswürdig erwiesen haben. Dabei zählen etwa die Reife des Kontos, die Branche und der Stand der Überprüfung (Google-Hilfe).
Der offizielle Weg: Schließ die Überprüfung des Werbetreibenden ab, sofern sie für dein Konto gilt. Für einen Einspruch gibt es ein eigenes Formular (Google-Hilfe).
Die Frist: Wie lange die Begrenzung dauert, sagt Google nicht voraus.
Vorsicht: Nicht aus Ungeduld auf ein zweites Konto ausweichen. Weil die Reife zählt, dürfte ein frisches Konto eher nicht helfen. Das ist unsere Einschätzung, keine Aussage von Google.
Woran du es erkennst: Keine Sperre, keine Ablehnung, kaum Impressionen.
Der offizielle Weg: Prüf, ob Kampagne, Anzeigengruppe oder Anzeige „Pausiert“ oder „Entfernt“ sind. Prüf Budget, Gebote und eine zu enge Ausrichtung. Ohne gültige Zahlungsinformationen läuft ebenfalls nichts (Google-Hilfe). Weitere Ursachen: die häufigsten Fehler in Google Ads.
Vorsicht: Verlass dich nicht auf eine einzelne Testsuche. Auch die Anzeigenvorschau simuliert nur. Schau auf Impressionen und Klicks.
Woran du es erkennst: Dein Eintrag ist gesperrt, deaktiviert oder eingeschränkt. Wurde dein Konto eingeschränkt, sperrt Google alle Profile, die du verwaltest (Google-Hilfe).
Der offizielle Weg: Im Einspruchstool für Unternehmensprofile wählst du das Profil und „Einspruch einlegen“. Als Nachweis taugen etwa Gewerbeanmeldung, Steuerbescheinigungen oder Rechnungen von Versorgern. Name und Adresse müssen zum Profil passen (Google-Hilfe). Ist dein Konto eingeschränkt, legst du zuerst dagegen Einspruch ein und erst danach für das Profil (Google-Hilfe).
Die Frist: Willst du Nachweise über das Formular am Ende des Einspruchs einreichen, hast du dafür 60 Minuten nach Einlegen des Einspruchs. Die Entscheidung kann bis zu fünf Arbeitstage dauern (Google-Hilfe).
Vorsicht: Kein zweites Profil für dasselbe Unternehmen anlegen, solange der Einspruch läuft. Und nur einen Einspruch je Problem, bis die Entscheidung da ist (Google-Hilfe).
Woran du es erkennst: Du kannst dich in keinem Google-Dienst mehr anmelden. Versuch es in einem Browser, dort nennt Google den Grund (Google-Hilfe).
Der offizielle Weg: Als Inhaber wählst du bei der Anmeldung „Einspruch einlegen“ und folgst den Schritten. Bei manchen Verstößen prüft Google bis zu zwei Einsprüche.
Die Frist: Eine feste Frist nennt die Seite nicht. Unternimmst du nichts, wird das Konto aber endgültig deaktiviert und zum Löschen vorgemerkt. Ob und wie dein Google-Ads-Konto betroffen ist, sagt diese Hilfeseite nicht.
Vorsicht: Nicht abwarten.
Woran du es erkennst: Das Konto fehlt unter deinem Login, oder unter Verwaltung, Zugriff und Sicherheit stehen fremde Personen.
Der offizielle Weg bei Ex-Agentur oder Ex-Mitarbeiter: Als Administrator entfernst du fremde Nutzer über „Zugriffsrechte aufheben“ (Google-Hilfe). Bei der Genehmigung durch mehrere Parteien muss ein zweiter Administrator solche Änderungen bestätigen. Das gilt nur für Konten mit mehr als drei Administratoren. Er hat dafür 20 Tage Zeit, danach läuft die Anfrage ab. Der Google-Ads-Support kann die Anfrage nicht für dich genehmigen (Google-Hilfe).
Der offizielle Weg bei einem Hack: Erkennt Google einen unbefugten Zugriff, sperrt es das Konto vorübergehend, um dich vor nicht autorisierten Belastungen zu schützen (Google-Hilfe). Aktiviere die Bestätigung in zwei Schritten. Sie ist oft nötig, damit der Support deine Identität bestätigen kann. Die Google Authenticator App ist laut Google sicherer als SMS (Google-Hilfe).
Vorsicht: Kein Ersatzkonto anlegen. Unsere Empfehlung: Sag dem zweiten Administrator vorher Bescheid. Google rät, dich direkt mit den anderen Administratoren abzustimmen, sonst läuft die Anfrage nach 20 Tagen ab (Google-Hilfe).
Rechenbeispiel: Dein Konto ist wegen der Überprüfung pausiert. Alle Zahlen sind Annahmen.
Fall A: Du reichst die Unterlagen am ersten Tag ein. Das Konto steht 1 Woche still. Dir fehlen 3 Anfragen und 1 Auftrag, also 1.200 Euro.
Fall B: Du reichst erst drei Wochen nach der Pausierung ein. Das Konto steht 3 plus 1, also 4 Wochen still. Dir fehlen 12 Anfragen und 4 Aufträge, also 4 mal 1.200 gleich 4.800 Euro.
Der Unterschied beträgt 3.600 Euro. Werbebudget gibst du in der Zeit nicht aus. Der Schaden sind die entgangenen Aufträge.
Das bedeutet für dich: Die meisten Fälle lassen sich auf offiziellem Weg lösen, wenn du die Meldung genau liest und die Frist kennst. Gefährlich sind Abkürzungen wie ein neues Konto, ein zweites Profil oder Einsprüche im Minutentakt.
Nein. Neue Konten nach einer Sperrung können ebenfalls gesperrt werden. Google nennt genau das als Beispiel für Umgehung von Systemen.
Gegen eine Kontosperrung nur einmal, sonst bearbeitet Google die Einsprüche unter Umständen nicht (Google-Hilfe). Gegen eine abgelehnte Anzeige höchstens dreimal, mit mindestens 24 Stunden Abstand (Google-Hilfe).
Nicht unbedingt. Für eine Kontosperrung nennt Google mindestens 6 Monate ab der Sperrung (Google-Hilfe). Was danach gilt, sagt die Hilfe nicht. Die Regel vom 21. Juli 2026 betrifft Richtlinienentscheidungen. Sind sie älter als 6 Monate, verweist Google auf den Google-Ads-Support (Google-Hilfe).
Nur ein Administrator des Google-Ads-Kontos (Google-Hilfe).
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