
Deine Anzeige ist freigegeben und wird ausgeliefert. Der Zusatz heißt: Google ordnet dein Thema der sensiblen Kategorie Gesundheit zu, und für solche Anzeigen sind selbst kuratierte Zielgruppen wie Kundenabgleich oder Remarketing nicht erlaubt. Keywords stehen nicht auf dieser Liste und Standort-Targeting bleibt erlaubt. Für eine Praxis sind Suchkampagnen deshalb aus unserer Sicht der naheliegende Weg.
Stand: Oktober 2026. Google kann seine Richtlinien und Funktionen jederzeit ändern. Prüf die verlinkten Hilfeseiten deshalb vor dem Start noch einmal.
Laut Google-Hilfe verweist der Status darauf, dass eine Anzeige den Richtlinien entspricht, aber gewissen Einschränkungen unterliegt. Deine Anzeige ist also nicht abgelehnt. Sie läuft, nur nicht mit allen Möglichkeiten, die Google sonst bietet.
In deinem Fall nennt Google als Grund die Richtlinie Gesundheit in personalisierten Anzeigen. Darin steht als Beispiel für die sensible Kategorie Gesundheit ausdrücklich „Beratungsdienste für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angstzustände und Sucht“. Das Wort Psychotherapie kommt auf der Seite nicht vor. Eine Praxis, die Behandlung bei Depression oder Angst anbietet, fällt nach unserer Einschätzung aber unter diese Beschreibung.
Meist nicht. Google bietet einen Einspruch für den Fall an, dass eine Anzeige fälschlich eingeschränkt wurde. Bei einer Psychotherapie-Praxis ist die Einordnung als Gesundheitsthema aber nach unserer Einschätzung zutreffend. Ein Einspruch ändert dann nichts. Sinnvoller ist es, die Kampagne so zu bauen, dass sie die Einschränkung gar nicht braucht.
Die Grundlage ist die Übersicht Eingeschränktes Targeting in personalisierten Anzeigen. Personalisierte Anzeigen richten sich an Nutzergruppen mit bestimmten Merkmalen. Bei sensiblen Interessenkategorien schränkt Google ein, welche Merkmale du nutzen darfst. Gesundheit ist eine davon, die Details stehen auf einer eigenen Seite.
Am 3. Juni 2026 hat Google diese Übersicht laut seiner Aktualisierungsmeldung um Präzisierungen zu Demand-Gen- und Discovery-Kampagnen ergänzt, dazu kommt ein Hinweis auf mögliche Folgen für die Auslieferung. Was genau sich ändert, steht in der Meldung selbst nicht, sondern nur in der Übersicht.
Die allgemeine Richtlinie Gesundheitswesen und Medikamente enthält für Deutschland keine eigene Regel zu Psychotherapie. Der Deutschland-Eintrag betrifft nur Versandapotheken. Bietest du Suchttherapie an, schau trotzdem genau hin: Google schränkt Werbung für Suchthilfe bei Drogen- und Alkoholabhängigkeit ein und verlangt für bestimmte Länder eine Zertifizierung. Deutschland steht in der Länderliste dazu nicht, das kann sich aber ändern. Angebote zu Störungen der Impulskontrolle, substanzungebundener Abhängigkeit oder Nikotinsucht fallen laut derselben Seite nicht unter diese Regel.
Für Anzeigen in der Kategorie Gesundheit schreibt Google: „Selbst kuratierte Zielgruppen dürfen nicht verwendet werden.“ Laut Gesundheit in personalisierten Anzeigen werden diese Funktionen nicht unterstützt:
Zwei weitere Punkte aus der Übersicht zum eingeschränkten Targeting betreffen Praxen direkt. Personalisierte Anzeigen jeder Art sind für Personen unter 18 Jahren nicht zulässig. Bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie würden wir Anzeige und Seite deshalb an die Eltern richten. Und Demand-Gen-Kampagnen verwenden laut Google standardmäßig von Werbetreibenden kuratierte Zielgruppen. Die Auslieferung kann laut Google eingeschränkt werden, wenn du damit für ein Angebot aus einer sensiblen Kategorie wirbst.
Erlaubt bleiben laut Google vordefinierte Google-Zielgruppen, weil Google dort sensible Nutzersignale automatisch ausschließt. Genannt werden kaufbereite Segmente, gemeinsame Interessen, Lebensereignisse und geografisches Targeting. Demografische Merkmale sind mit Ausnahmen erlaubt. Benutzerdefinierte Segmente mit sensiblen Anzeigen oder Landingpages laufen nur in Displaykampagnen an nicht sensible Zielgruppen oder rein kontextbezogen.
Keywords stehen nicht auf der Liste der gesperrten Funktionen. Für eine Praxis ist das der Kern: Jemand sucht aktiv nach einem Therapieplatz, und genau dann erscheint deine Anzeige. Dafür brauchst du keine Zielgruppe.
Willst du trotzdem sehen, wie bestimmte Zielgruppen auf deine Anzeigen reagieren, gibt es die Einstellung Beobachtung. Laut Google wird die Reichweite der Kampagne damit nicht beeinflusst. In Suchkampagnen stehen dafür laut Google-Hilfe unter anderem kaufbereite Segmente und Segmente mit gemeinsamen Interessen zur Verfügung. Segmente mit selbst erhobenen Daten wären dort grundsätzlich auch möglich, für dein Thema aber nicht erlaubt.
Diese Reihenfolge empfehlen wir. Die Google-Funktionen sind jeweils verlinkt, die Auswahl der Begriffe ist unsere Einschätzung.
Wer nach einem Therapieplatz sucht, will schnell drei Dinge wissen: ob du freie Plätze hast, wie die Bezahlung läuft und wie er dich erreicht. Nach unserer Einschätzung gehört deshalb auf die Seite:
Werberechtliche Fragen, etwa zum Heilmittelwerbegesetz oder zur Berufsordnung deiner Kammer, behandeln wir hier nicht. Einen Überblick zum Werberecht im Gesundheitsbereich findest du im Artikel zu Google Ads für Arztpraxen.
Du willst wissen, welche Suchbegriffe zu Anfragen führen. Dafür reicht die Information, dass eine Anfrage stattgefunden hat. Was jemand ins Formular schreibt, gehört nicht in Google Ads.
Alle Werte sind Annahmen für eine Privatpraxis. Sie stammen nicht aus einem Kundenkonto. Deine echten Klickpreise siehst du nach den ersten Wochen im eigenen Konto.
Rechnung: Für 2 Therapien brauchst du 8 Anfragen (2 mal 4). Für 8 Anfragen brauchst du 160 Klicks (8 mal 20). 160 Klicks zu 3 Euro kosten 480 Euro im Monat. Eine Anfrage kostet damit 60 Euro (480 geteilt durch 8), ein neuer Patient 240 Euro (480 geteilt durch 2).
Dem stehen 2.000 Euro Honorar pro Therapie gegenüber (100 mal 20). Liegt der Klickpreis bei 5 Euro, kosten die 160 Klicks 800 Euro, ein neuer Patient also 400 Euro. Wird nur aus jeder sechsten Anfrage eine Therapie, brauchst du 12 Anfragen und 240 Klicks, bei 3 Euro also 720 Euro im Monat.
Die Kosten für Einrichtung und Betreuung sind hier nicht enthalten. Wichtiger als die Rechnung ist deine Kapazität: Hast du keine freien Plätze, pausierst du die Kampagne, statt Anfragen zu sammeln, die du absagen musst.
Das bedeutet für dich: Der Status „Aktiv (eingeschränkt)“ ist bei einer Psychotherapie-Praxis zu erwarten und kein Fehler. Setz auf Suchkampagnen mit eng gewählten Keywords und Standort, lass Besucherlisten und Kundenabgleich weg und miss nur, dass eine Anfrage kam. Nach einigen Wochen weißt du, was dich ein neuer Patient wirklich kostet.
Wird meine Anzeige mit „Aktiv (eingeschränkt)“ überhaupt ausgeliefert?
Ja. Laut Google entspricht eine Anzeige mit diesem Status den Richtlinien und unterliegt nur Einschränkungen. Bei „Gesundheit in personalisierten Anzeigen“ betreffen sie die Zielgruppen, die du nutzen darfst.
Darf ich als Psychotherapeut Remarketing nutzen?
Nein. Segmente mit selbst erhobenen Daten, früher Remarketing genannt, sind für die Kategorie Gesundheit laut Google nicht erlaubt. Das gilt ebenso für Kundenabgleich, Zielgruppenerweiterung und ähnliche Segmente.
Brauche ich als Psychotherapie-Praxis eine Zertifizierung von Google?
Für Deutschland nennt Googles Gesundheitsrichtlinie keine eigene Regel zu Psychotherapie. Für Suchthilfe bei Drogen- und Alkoholabhängigkeit verlangt Google in bestimmten Ländern eine Zertifizierung. Deutschland steht beim Abruf im Oktober 2026 nicht in dieser Liste.
Warum zeigt mir der Keyword-Planer keine Zahlen für meine Begriffe?
Der Keyword-Planer zeigt laut Google Keywords mit sehr geringem Suchvolumen und als sensibel eingestufte Keywords nicht an. Ob deine Begriffe betroffen sind, sagt Google nicht. Verlässliche Zahlen liefert dann erst eine Testphase im eigenen Konto.
Ob sich Google Ads für deine Praxis rechnet, hängt vor allem von deinen freien Plätzen und der Suchnachfrage in deiner Region ab.
Das erste Gespräch mit uns ist kostenlos. Wir schauen gemeinsam auf deine Situation und sagen dir offen, ob Google Ads für dich passt und was realistisch ist.
Passt es, starten wir mit dem Setup: Angebot, Anzeigen, Konto, Tracking und Landingpage. Danach kannst du selbst weiterschalten, eine andere Agentur beauftragen oder die laufende Betreuung bei uns buchen.
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Alle Seiten abgerufen am 19.10.2026. Die Google-Hilfeseiten tragen kein eigenes Stand-Datum, außer der Aktualisierungsmeldung vom 03.06.2026.