
Für die meisten B2B-Mittelständler hängt die Antwort an zwei Dingen: wie viel du alle 4 Wochen in Google Ads steckst und wie komplex dein Konto ist. Bei kleinem Budget und einem klaren Angebot reicht oft ein guter Freelancer. Ab einem fünfstelligen Spend alle 4 Wochen und mehreren Produkten, Ländern oder Kampagnentypen lohnt sich eine Agentur. Eine eigene Person im Haus trägt sich nach unserer Rechnung meist erst ab einem mittleren fünfstelligen Spend. Wer intern aufbaut, fährt aus unserer Erfahrung am besten mit einer Person im Haus plus Beratung von außen.
Stand: Oktober 2026. Google ändert Menüs, Begriffe und Funktionen in Google Ads regelmäßig. Prüf vor Entscheidungen die verlinkte Google-Hilfe.
Alle drei können ein Konto gut führen. Der Unterschied liegt darin, wie viel Wissen, Zeit und Vertretung du einkaufst und wie nah die Person an deinem Vertrieb sitzt.
Agentur. Du bekommst ein Team mit mehreren Köpfen, Erfahrung aus vielen Konten und eine Vertretung bei Urlaub oder Krankheit. Dafür sitzt die Agentur weiter weg von deinem Vertrieb. Aus unserer Erfahrung hängt die Qualität stark daran, wer bei der Agentur wirklich in deinem Konto arbeitet und wie viele andere Konten diese Person betreut.
Freelancer. Eine Person, oft sehr erfahren, mit kurzen Wegen. Aus unserer Erfahrung ist ein Freelancer meist günstiger als eine Agentur. Die Schwäche ist die Abhängigkeit: Fällt die Person aus, steht dein Konto. Und ein Einzelner deckt selten alles ab, was heute dazugehört, also Tracking, Landingpages und Automatisierung.
Inhouse. Die Person kennt dein Produkt, deine Kunden und deinen Vertrieb besser als jeder Externe. Sie kann jeden Tag ins Konto schauen. Dafür fehlt ihr der Vergleich mit anderen Konten, und sie muss alles selbst lernen. Nach unserer Einschätzung ist das der am meisten unterschätzte Punkt: Ein interner Mitarbeiter sieht nur ein Konto, deins.
Feste Grenzen gibt es nicht. Nach unserer Einschätzung helfen dir diese groben Spannen für den Spend alle 4 Wochen:
Budget ist aber nur die halbe Antwort. Komplexität treibt den Aufwand oft stärker. Ein Konto mit einem Angebot, einer Region und reinen Suchkampagnen ist mit 30.000 € Spend leichter zu führen als eins mit 10.000 €, das fünf Produktlinien, drei Länder, Performance Max und Offline-Conversions aus dem CRM hat.
Typische Warnsignale, dass dein Modell nicht mehr passt:
Google Ads im B2B ist heute weniger Keyword-Pflege und mehr Datenarbeit. Wer dein Konto intern führt, sollte diese fünf Felder sicher beherrschen.
Die Person muss wissen, was gezählt wird und warum. Laut Google-Hilfe erscheinen primäre Conversion-Aktionen in der Spalte „Conversions“ und können in die Gebote einfließen. Sekundäre werden nur beobachtet und stehen in „Alle Conversions“. Wer hier Seitenaufrufe oder PDF-Downloads als primär stehen lässt, lässt Google auf das Falsche optimieren. Im B2B gehört dazu auch, Anfragen aus dem CRM zurückzuspielen. Dafür gibt es laut Google-Hilfe „Erweiterte Conversions für Leads“, mit denen sich Verkäufe außerhalb der Website erfassen lassen.
Laut Google-Hilfe gehören „Ziel-CPA“, „Ziel-ROAS“, „Conversions maximieren“ und „Conversion-Wert maximieren“ zu den Smart Bidding-Strategien. Für die Auswertung empfiehlt Google dort einen Zeitraum von ungefähr vier Wochen mit mindestens 30 Conversions, bei „Ziel-ROAS“ mindestens 50. Nach Änderungen zeigt die Strategie den Status „Lernt“, und laut Google-Hilfe können bis zu etwa 50 Conversion-Ereignisse oder 3 Conversion-Zyklen nötig sein. Wer das nicht weiß, dreht zu oft an den Zielen.
Performance Max greift laut Google-Hilfe über eine Kampagne auf das gesamte Google Ads-Inventar zu, darunter YouTube, Displaynetzwerk, Suchnetzwerk, Discover, Gmail und Maps. Die Person muss erkennen können, ob dein Budget dort in echte Anfragen fließt oder in Reichweite, die im B2B wenig bringt.
AI Max aktiviert laut Google-Hilfe in Suchkampagnen standardmäßig den „Suchanfragen-Abgleich“, die „Textanpassung“ und die „Erweiterung der finalen URL“. Die einzelnen Funktionen lassen sich wieder deaktivieren. Google schreibt dort auch, dass AI Max nicht effektiv ist, wenn Kampagnen durch das Budget eingeschränkt sind. Wer AI Max nutzt, muss Suchbegriffe und Landingpages enger beobachten als vorher. Mehr dazu in unserem Artikel zu AI Max und Kontrolle.
Ist die „Erweiterung der finalen URL“ aktiv, entscheidet Google mit, auf welche Seite deiner Website ein Klick führt. Deshalb muss die Person nicht programmieren können, aber wissen, was eine Seite für Anfragen braucht, und Tests mit deinem Webteam umsetzen können.
Typische Warnsignale bei der Einstellung:
Erst schauen, dann entscheiden: Unser kostenloses Audit liest einmal die letzten 90 Tage deines Kontos und zeigt dir, wo heute Geld verloren geht. Wir ändern nichts, der Zugriff wird direkt danach widerrufen. Kostenloses Audit starten
Jedes Modell hat eigene Schwachstellen. Aus unserer Erfahrung zeigen sie sich früh. Achte auf diese Punkte.
Typische Warnsignale bei einer Agentur:
Typische Warnsignale bei einem Freelancer:
Typische Warnsignale inhouse:
Ein Punkt gilt für alle drei Modelle: Das Konto sollte dir gehören. Laut Google-Hilfe gibt es die Zugriffsebenen „Nur E-Mail“, „Abrechnung“, „Schreibgeschützt“, „Standard“ und „Administrator“. Nur mit „Administrator“ kannst du anderen Kontozugriff gewähren und Zugriffsebenen ändern. Google rät dort auch, mindestens eine weitere Person als Admin hinzuzufügen. Sonst kann der Zugriff auf deine Tags verloren gehen, wenn der einzige Admin nicht erreichbar ist. Agenturen arbeiten meist über ein Verwaltungskonto. Laut Google-Hilfe bleibt der Inhaber des Kundenkontos Eigentümer seiner Daten und kann den Zugriff des Verwaltungskontos beenden, indem er die Verknüpfung aufhebt.
Ein Mischmodell heißt: Eine Person in deinem Haus führt das Konto im Alltag. Von außen kommt jemand dazu, der viele Konten sieht, Entscheidungen gegenprüft und bei schwierigen Themen wie Tracking oder Performance Max mitarbeitet.
Das funktioniert in mehreren Varianten:
Genau dafür gibt es bei uns die Beratung. Sie kostet 950 € pro Woche, abgerechnet alle 4 Wochen, und ist sinnvoll ab etwa 15.000 € Spend alle 4 Wochen. Sie ist unverbindlich und läuft auch neben einer bestehenden Agentur. Wer erst einmal die Grundlagen klären will, startet mit unserem Workshop für 4.950 € netto einmalig. Wenn danach eine Zusammenarbeit startet, rechnen wir 50 % davon an. Wie das abläuft, steht in unserem Google Ads Prozess.
Willst du das Konto komplett abgeben, gibt es bei uns die Betreuung. Sie ist für einen Spend ab etwa 50.000 € alle 4 Wochen gedacht. Wir nehmen maximal 15 Konten im Jahr dazu.
Das Gehalt ist nur der Anfang. Damit du vergleichen kannst, rechnen wir die Vollkosten auf 4 Wochen um. Ein Jahr hat 52 Wochen, also 13 Abrechnungen alle 4 Wochen.
Gehalt plus Arbeitgeberkosten ergeben 72.000 € im Jahr. Das sind pro Woche 72.000 € geteilt durch 52, also rund 1.385 €. In 12 Wochen Einarbeitung sind das rund 16.615 €, davon die Hälfte, also rund 8.308 €, ohne vollen Gegenwert. Mit Tools und Weiterbildung kommst du im ersten Jahr auf 72.000 € plus 3.000 € plus 2.000 € plus 8.308 €, zusammen rund 85.308 €. Geteilt durch 13 sind das rund 6.562 € alle 4 Wochen. Ab dem zweiten Jahr fällt die Einarbeitung weg: 77.000 € geteilt durch 13, rund 5.923 € alle 4 Wochen.
Jetzt setz das ins Verhältnis zum Spend. Bei 15.000 € Spend alle 4 Wochen sind 6.562 € rund 44 % deines Werbebudgets. Bei 50.000 € Spend sind es rund 13 %. Das ist der Grund, warum eine eigene Stelle erst bei größerem Budget wirklich trägt.
Der Vergleich mit einem externen Honorar ist einfach: Liegt das Angebot einer Agentur oder eines Freelancers unter rund 6.562 € alle 4 Wochen, ist extern im ersten Jahr günstiger, ab dem zweiten Jahr unter rund 5.923 €. Ein Honorar ist aber nicht dasselbe wie eine volle Stelle. Frag immer, wie viele Stunden alle 4 Wochen wirklich in dein Konto fließen. Für das Mischmodell rechnest du die Beratung dazu: 950 € pro Woche sind 3.800 € alle 4 Wochen. Nimmst du sie nur während der 12 Wochen Einarbeitung, sind das 11.400 € netto. Ob sich das für dich lohnt, hängt davon ab, wie teuer dich Fehler in dieser Zeit kommen würden.
Das bedeutet für dich: Entscheide nicht nach Bauchgefühl oder nach dem günstigsten Angebot, sondern nach Spend, Komplexität und Vollkosten. Und egal, wer betreut: Das Konto gehört dir, und mindestens ein Administrator sitzt in deinem Unternehmen.
Ist ein Freelancer schlechter als eine Agentur?
Nein. Ein erfahrener Freelancer kann besser sein als eine Agentur, in der Junioren dein Konto führen. Der Unterschied liegt vor allem in Vertretung und Breite des Wissens.
Ab wann lohnt sich eine eigene Stelle für Google Ads?
Nach unserer Einschätzung meist erst ab einem Spend im mittleren fünfstelligen Bereich alle 4 Wochen oder bei sehr komplexen Konten. Darunter fressen die Vollkosten zu viel vom Budget.
Kann ich Beratung neben meiner Agentur nutzen?
Ja. Unsere Beratung ist unverbindlich und läuft auch neben einer bestehenden Agentur. Sie ist sinnvoll ab etwa 15.000 € Spend alle 4 Wochen.
Was passiert mit meinem Konto, wenn ich die Agentur wechsle?
Wenn du selbst Administrator bist, bleibt das Konto mit allen Daten bei dir. Die Verknüpfung mit dem Verwaltungskonto der Agentur kannst du laut Google-Hilfe als Admin selbst aufheben.
Du willst wissen, wie viel Arbeit dein Konto heute wirklich braucht, bevor du dich für ein Modell entscheidest?
Mit unserem kostenlosen Google Ads Audit liest du einmal die letzten 90 Tage deines Kontos aus. Wir ändern nichts und widerrufen den Zugriff direkt danach. Du siehst, wo Geld verloren geht und welche Baustellen auf deine Betreuung warten.
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